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DSDS 2018: Die 15. Staffel "Deutschland sucht den Superstar" bei RTL

Text by Mario Kramer, Jonathan Watkins. Hintergrund ist, dass neben einer allgemeinen entspannenden Wirkung auch eine zentrale Dämpfung der Informationsverarbeitung erreicht werden soll

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Steinmüller nicht vergessen Andymon von den Steinmüllers. Positive SF, sehr optimistisch. Manches lernt man erst schätzen, wenn man alt genug geworden ist. Nichts macht die Entwicklung eines Autoren und seiner Gesellschaft deutlicher als zwei seiner Werke zu vergleichen. Wenn ich bei mir ins Wohnzimmer schaue, dann stapeln sich da Bücher, meist un- oder nur angelesen, weil mir Wandfläche fehlt und ich noch nicht dazugekommen bin, meine Regale auf Doppelbelegung umzubauen.

Bei Ihren Blogs hänge ich bei Ende September. Je Kommentare, selbst ohne auch nur einen link zu öffenen, dauern seine Zeit. Die verdienen sich jetzt halt ein paar Euro dabei und sind von der Strasse.

Noch ehrlichere Antwort Sie müssen keiner regulären Erwerbstätigkeit nachgehen und haben keine Familie. Fernseher habe ich auch keinen, trotzdem würde es nie und nimmer dazu langen.

Von dort werden mit den Haunebu-Reichsflugscheiben die berühmten Chemtrails verteilt, die dafür sorgen, das wir in einer imaginären Realität leben.

Das weiss nur keiner, das ist geheim jedenfalls ziemlich. Iron Sky Den habe ich mir auf Ihre Empfehlung hin schon besorgt. Hatte nur noch keine Zeit, ihn ganz anzuschauen. Weiss aber schon, um was es geht. Geburtstag ist die, dass ich keine Zeit mehr mit Dingen verlieren moechte, auf die ich keine Lust habe.

Ich habe noch nie ein buch gelesen, das nach 50 schwachen Seiten besser wurde. Der erste Satz eines Romans muss den Leser in die Geschichte ziehen. Schlechtes Zeichen wenn der erste Satz schon Wischi Waschi ist. We were leaving that day. When we marched in, three months before, the place was under snow; now the first leaves of spring were unfolding. I had reflected then that, whatever scenes of desolation lay ahead of us, I never feared one more brutal than this, and I reflected now that it had no single happy memory for me.

Ich fürchte, dass sie bedroht sein könnten, wenn die Orientierung an der leichtlesbaren Unterhaltung weiter anhält. Eins ist mir noch unklar: Alphabetisch und nach Farben offenbar nicht und das ist gut so.

Es ist wirkluch obszön und geprägt von rassistischen Einstellungen, und das darf natürlich nicht sein, gerade weil Amado das einem so schmackhaft macht. Ausserdem verhöhnt er genau diese Moralapostel, siehe Vasco Moscoso. Wie jetzt schon bei vielen online-Zeitungsartikeln.

Vielleicht liest der Don das, was er so absondert, noch einmal, bevor er es abschickt. Das erste war ein Fehler, das zweite dahingeplaudert.

Ich bin nicht der Ansicht, es jedem recht machen zu müssen, manche mögen es halt und wenn es nicht so wäre, würde man es schon merken. Das Netz verzeiht Schreibfehler. Bernhard — zB der Atem, Wittgensteins Neffe. Borges, Eco, huellebecq — günstig und gut. Ich tausche eine Seite Pascal oder Montaigne gegen das meiste, was an aktueller deutscher Literatur auf den Markt geworfen wird.

Zu den Marmorklippen von jünger ist übrigens in der Printausgabe gerade ein, wie soll man das nennen? Ich bin nicht der Ansicht, es jedem recht machen zu müssen, Jedem recht getan ist eine Kunst die niemand kann!

Ja, seit gut 10 Jahren steht auch für mich fest: Und, mit zunehmendem Alter werden zumindest beim Lesen die Überraschungen weniger.

Oder das know-how springt aus jeder 2. Seite hervor und, ja klar, Autor, Autorin will inhaltlich und oder formal mit leicht durchschaubaren Tricks zum Weiterlesen verführen. Und andere, wenige Ausnahmen, die bleiben dürfen und aufs Wieder-einmal-Gelesenwerden warten.

Ich empfehle, neben Zauberberg und Buddenbrooks dringend die Josephsromane. Auch Thomas Hardy ist ein Klassiker erster Qualität, der in Deutschland erstaunlich wenig bekannt ist. An neueren Büchern lohnen sich z. Es sind nicht zuletzt übersättigte Feuilletonisten, die den Erfolg und damit Ton und Themen der aktuellen Literatur bestimmen.

Dabei ist die Besprechungsqualität oft so schlecht, die literarische Bildung so schwach, dass Autoren nur hoffen können, ignoriert zu werden. Schade, dass jedes, wirklich jedes Thema hier zum Anlass der Frauenbeschimpfung genutzt wird. Auch dass Frauen mehr lesen als Männer, scheint plötzlich ein Nachteil. Die Buchhandlungen würden früher mehr von Männern besucht, weil die Lektüre bestimmter Bücher als prestigeträchtig galt.

Prestige erwirbt man jetzt durch ein teures Smartphone. Entsprechend findet man die Männer im Apple-Store. Wahrscheinlich sind es dieselben, die sich in der Oper fragen, wo die Sängerinnen ihr Mikro versteckt haben Frauenstimmen brauchen ja Verstärkung… und angesichts einer Partitur suchen sie nach Wattzahlangaben. Das Buch ist von tiefer Komik. Das Verschwinden der Männer, und gleichzeitig auch der Untergang der Antiquariate.

Vielleicht sind Männer ja fauler und praktischer veranlagt und bestellen per Internet und vielleicht sind Frauen sozialer und quatschen gerne noch persönlich mit dem Buchhändler? Alleinerziehende werden immer mehr. Im Kulturbetrieb haben die Mädchen und die Frauen zumindest quantitativ die Männer überholt.

Dieser Teil arbeitet aber meist auf Teilzeit und ist öfter unpässlich, als die männliche. Alles maskuline wird durch den ganzen Genderquark ausgemerzt und eine neue, meist importierte Männlichkeit, hat mit unserer Lese Kultur nichts zu tun. Frauen haben in vielen Berufen bei gleicher Bezahlung! Wo ist die Müllfrau, die morgens um sechs Uhr bei minus 6 Grad hinten auf dem Müllauto steht, oder eine Heizung repariert oder, oder….?

Wieviele Patentanmeldungen kommen von Frauen? Woher also, sollen Autoren und Leser kommen? Es bedingt sich bestimmt gegenseitig. Ich bin teilweise auch unschlüssig, ich seeh ja viele Autorinnen, aber oft fehlt der Biss. Dafür gibt es dann eine Unzahl von dotierten Preisen. Mir wäre das zu unsicher. Viele, die älter als 40 sind, klagen dann auch oft mal über sinkende Einahmen. Thomas Mann konnte schon besser deutsch als die meisten vor und nach ihm, Es geht um Literatur, welche sich durch Form Sprache und Konstruktion definiert, die zwar in untrennbarer!

Verbindung mit dem Thema verschmolzen ist, durch ihre Gesamtwirkung aber eine Metaebene erreicht. Viele ältere Texte enthalten frauenabwertende, mitunter sogar frauenfeindliche Passagen, über die jede Literaturliebhaberin hinwegsieht Er war halt auch nur ein Mann seiner Zeit… , weil der Gesamttext überzeugt oder begeistert. Es wäre, als würde man behaupten, Monet male für Frauen und Ingres für Männer. Männer interessieren sich häufig vor allem für das, was ihnen berufliche oder persönliche Vorteile bringt: In Kulturnationen gewinnt man Prestige durch Literaturkenntnis, aber Deutschland hat es aufgegeben, eine Kulturnation sein zu wollen.

Jetzt sind die Zirkel enger, meist wird dort nur noch ein spezielles Publikum bedient, denn wer vom Schreiben leben möchte, muss bedienen, und dieses Publikum bestätigt sich gegenseitig. Nur so erklärt sich für mich, dass in diesem, in vielen Aspekten sehr lesenswerten Blog, über den ich mich bei dieser Gelegenheit bedanken möchte, die Frauenbeschimpfung vor allem im Kommentarbereich einen festen Platz hat.

Frauen sind nicht die besseren Menschen, aber eben auch nicht die dümmeren, unfähigeren oder bösartigeren. Und, meine Herren, es ist wunderbar eine Frau zu sein.

Mann, wir haben ja praktisch Vollbeschäftigung im Lande. Das trifft halt auch unsere Männer. Dass ich seit 2, 3 Jahren nur noch selten Bücher im Laden kaufe, liegt daran, dass ich abends immer so spät fertig werde, und wichtiger, es dann nicht mehr zum Geschäftsschluss zum Buchhändler schaffe. Es geht darum, dass Geschwurbel das klare Denken verhindert. Korrektur "m" Sorry, jetzt bin ich echt auf der Tastatur abgerutscht: Keine Schleichwerbung, nur ein Hinweis: Geschichte ab etwa , gerne breiter angelegt, nur in Deutsch und ganz wichtig, von Franzosen für Franzosen geschrieben.

Max Nordau kenne ich und Kropotkin auch. Nicht dass ich wüsste, dafür ist die Geschichte zu komplex, speziell im späten Geschichte Generell ist Leopold von Ranke immer noch obligo. Und dazu auch Jacob Burckhardt: Beide freilich nur mehr antiquarisch zu haben — oder irre ich mich da? Halbe Empfehlung Guillaume de Bertier de Sauvigny Ein guter zusammenfassender Überblick, wenn auch ohne wissenschaftlichen Apparat.

Dafür finden Sie auch ziemlich abgelegene Sachen, die sonst nur sehr schwierig aufzutreiben wären. Wie sagte einst ein weis s er alter Mann? Wenn du einen Garten hast und eine Bibliothek, so wird es dir an nichts fehlen. Haben Sie sich mit Herrn Gumbrecht abgesprochen, werter Don? Gleich zwei Artikel hintereinander über Bücher hier in den Blogs. Ich teile Ihre Vorliebe für Museumskataloge, auch bei mir nehmen die mittlerweile einiges an Raum ein.

Gute Ausstellungen lasse ich so gerne noch einmal aufleben. Bei den Büchern geht es mir ähnlich. Nun bin ich ja in einem Literaturkreis, und ich bin da wirklich gerne. So lese ich Bücher, auf die ich sonst nie gekommen wäre. Allerdings häufen sich in letzter Zeit die wirklich ärgerlichen Bücher.

Zu oft geht es mittlerweile um Kolonialismus, Unterdrückung, sogenannte starke Frauen, also menschliche Schicksale die irgendwie überhöht werden, weil sie einer Frau widerfahren. Ach ja, die Mehrheit in unserem Lesekreis sind Frauen.

Dank meines jugendlichen Hanges zur Hausaufgabenprokrastination bin ich allerdings ein guter Querleser geworden, und habe das nie verlernt ;. Ansonsten lese ich auch lieber alte Lieblingsbücher und Klassiker nochmal, da der Markt nicht viel neues für meinen Geschmack bietet. Ach, wenn mein Geschichtslehrer das noch erleben könnte. Und die Bücher für den Club leihe ich mir neuerdings von anderen aus, dafür ist mir mein Geld zu schade. Mitleid mit den Verlagen verkneife ich mir, solange sie mich als Zielgruppe nicht mehr wahrnehmen.

Ut sementem feceris, ita metes. Nein, der Beitrag war schon gestern früh fertig, mir kam nur die Heimfahrt und ein Stau dazwischen. Pe Ich lese eigentlich fast alles, was mir unterkommt. Es gibt immwe weniger lesenswertes, zumindest für meinen Geschmack.

Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Ich liebe auch Dostojewski. Ulysses hingegen habe ich trotz dreier Anläufe noch nicht geschafft. Er kannte den Übersetzer sowie andere interessante Persönlichkeiten des kulturellen Lebens in Istanbul damals. Er erzählte mir, dass der Übersetzer seine Wohnung im indischen Stil eingerichtet habe und wollte mir die wichtige Persönlichkeit unbedingt vorstellen … was der Islam in der Türkei alles kurz und klein und kaputt schlägt, kann ich einfach in Worte fassen ….

Pe Merke ich mir vor, danke für den Tip. Momentan bin ich nach schwerer Krankheit noch rekonvaleszent, und habe genug Zeit zum Lesen. Ich kenne mehrere liberale Türken hier, die sehr unter den Vorgängen dort leiden.

Aber wenn, dann bitte im Original oder eine ältere Übersetzung. Die neuen scheinen sprachlich arg geglättet worden zu sein, was dem Charakter des Werkes sehr abträglich ist. Ich komme gerade wieder ins Schwärmen über Bad Tölz zu Leonhardi: Denn diese Pferdewallfahrt bezeichnen die Tölzer als ihren wichtigsten Tag im Jahr und betonen dabei, dass es ihnen auch ums christliche, die Wallfahrt geht.

Natürlich bei dem einen mehr, dem andern weniger. Es ist eine wunderschöne Symbiose aus Natur und Kultur und Glaube, die Pferdewagen, die Menschen von nah und etwas ferner der ganze Ort ist auf den Beinen, keineswegs nur Touris , die Kraft der Pferde, die dampfend als Vierspänner die schweren Truhenwagen hoch auf den Kalvarienberg ziehen.

Später das fröhliche Feiern, Goasslschnoalzen auf der Markstrasse. Wunderbares Bier extra für den Anlass lokal gebrautes Leonhardibier, Mühlfeldbräu zu tollem deftigem Essen. In der Mitte der Marktstrasse der Tölzer Buchladen mit einer historischen Ausstattung und breitem Angebot, in der Nähe die Schnapsbrennerei Leonhardischnaps, Tölzer Kräuterlikör die schon im Reiseführer von vor Jahren sehr empfohlen wird. Als ich verstehe mittlerweile sehr gut, warum man den Oberbayern das Wort Heimat nicht erklären muss.

Die Touris siond halt das Problem… ansonsten: Man muss es wirklich nicht erklären, aber es wäre gut, wenn andere wenigstens versuchen würden, es zu verstehen. Zuviel oder zuwenig Schund? Ich konnte nur Zahlen für finden und da verzeichnet der stationäre Buchhandel bei einem Umsatz von über 9Mrd. Wenn einzelne Buchhändler stärker leiden. Erstaunlicher finde ich aber, dass immer wieder die dümmsten Ergüsse erst gedruckt, dann als Hörbuch verkauft und dann erfolgreich verfilmt werden.

Der Anteil der deutsch lesenden Bevölkerung sinkt in Deutschland immer weiter ab. Und das Haushaltsbudget steigt ja nicht bei allen. Denn die Hohe Kunst braucht diesen Dünger, vulgo: Auch, um zu erkennen und den Nachwachsenden zu zeigen, was ist Licht, was ist Schatten, was ist Vorbild und was ist Pseudo oder gar …nun ja, eben Mist. Wie man ein Buch schreibt Das ist meist aufgebauscht, Quarkwerbung, von einem Lektor oder Assistenten.

Man liest ein Buch quer, hier ein Absatz, dort eine Zeile und bekommt so eine Atmosphäre. Mir geht es so. Von 50 Büchern finde ich dann vielleicht eines. Die haben das Ernst gemeint. Und deren Nachkommen schreiben auch so. Leidenschaftslos, Farblos, Erklaererisch und. Zitat einer, ach Gott ach Gott, feministischen Autorin aus dem damaligem Schriftstellerverband in Berlin, um herum.

Bekanntlich starb daraufhin Günter ein wenig später und das Ergebnis habt ihr nun auf dem Ladentisch…. Und kein Schwein kennt mehr seinen Namen. Als er, der Thomas, uns besuchte, dachten wir alle, hier kommt ein Zuhälter. Und dann mussten — pardon, durften wir alle ihm zuhoeren.

Bis es zum Revolutionslied aus Cuba kam. Er sang vom Schweigen, vom Revolutionärem Schweigen. Und alle hörten andächtig zu. Ich fiel wieder mal aus der Rolle. Unser Klampfenmann schaute mich mit einem Gesicht an, also erwürgen waere das harmloseste und meinte mit einer Stimme, ich schwöre bei Urs Widmer oder auch Martin Walser, die schneidend war, kalt, gehässig: Wie wird eine solche Liste gemacht? Der Verlag rechnet mit, sagen wir, Dann aber schlägt er, Erfahrungswert, das zehnfache obenauf, denn die Nachbestellungen müssen ja auch berücksichtigt werden.

Und die Vorbestellungen sowieso. Und schon sind wir bei einer gedachten Auflagenhoehe von Aber es ist noch kein Buch verkauft worden. Also, glaubts nichts den Böcken aus den Verlagsanstalten. Erst recht nicht dem Spiegel. Nehmt es in die Hand, riecht an den Seiten, schaut quer durchs Buch, schnuppert und gewinnt so einen Eindruck. Und wenn er gut ist, wird das Buch sowieso bald auf der Zensurliste stehen und ihr habt ein kleines Meisterwerk im Versteck. Mit nBiermann konnte ich noch nie etwas anfangen, das ist gesungener Kohlgeruch, meines Erachtens.

Auch war er einer der wenigen mutigen Aufrechten, die öffentlich in der SZ! Wenn eh alles manipuliert wird? Obs noch ein paar mehr Autoren im Osten und Westen gab und gibt? Und ob die Autoren eventuell unvermeidlich mit ihren Lesern verbunden sind. UND dem jeweiligen Zeitgeist und dessen Kräften? Ich mag Biermann auch nicht, aber er hat 1. Den bekommen Sie nicht mehr vom Sockel. Gab im Osten übrigens noch ein paar andere Sänger und Liedermacher.

Das sei für Ihr Obendrüberschweben nur mal so am Rande angemerkt. Man muss das natürlich nicht zur Kenntnis nehmen. Aber ist Ignoranz wirklich produktiv? Respektvoll ist sie auf jeden Fall schon mal nicht! Eine Becker-Faust für Tico! Spiegel-Bestseller-Liste Dieser sollte man eh nichts mehr glauben, seit Finis Germania aus pc-Gründen daraus entfernt wurde.

Meine Empfehlung ist immer wieder Terry Pratchett, besonders die Bücher, wo es um die Stadtwache geht die ersten sind noch etwas langatmig. Die mit Zauberern oder Hexen sind auch gut. Zwecks Weiterbildung bezüglich real-aktueller Themen, die aber gut lesbar geschrieben ist, lese ich zur Zeit Sezession besonders empfehlenswert: Die Experimentierfreude hat sich auch hier als abschreckender Lebenszeitfresser erledigt.

Büchereien nehmen keine mehr an. Ja, Dekonstruktion ist der Anfang allen derzeitigen Übels. Ich mag viele der als wirkliche Klassiker geltenden Werke. Ich mag aber auch leichtere Kost. Als ich jung war, habe ich alles von Agatha Christie gelesen, manches davon zählt heute noch zu meinen Lieblingsbüchern. In ähnlicher Tradition sehe ich heute z.

Elizabeth George und Val McDermid, die aber halt keine gemütlichen Salonkrimis schreiben, sondern ziemlich brutale Thriller. Und sowas lese ich gerne mal zwischendurch, aber nicht irgendwelches postmodern-nihilistisches Geschreibsel, das möglichst flach gehalten wurde, damit das Buch keine Triggerwarnung braucht. Aber seine literaturtheoretischen Schriften sind weiterhin sehr gut und sein tiefes Verständnis z.

Chauseestrasse zB; das Wintermärchen ist m. Es gibt auch einen genialen Brechtabend auf CD. Blue Angel Immer ein, zwei überflüssige Bücher dabei haben und sie dann wie zufällig irgendwo liegen lassen: In Buswartehäuschen, in Wartezimmern, in Umkleidekabinen etc. Titel eingeben Ich habe früher Videotext gelesen. Damals war ich noch kultiviert. Da wundert man sich Deutsche Autoren Welch Zufall, lese gerade, mal wieder E. Mehr kennt man ja meist nicht. Seine durchaus gesellschaftskritischen Texte sind vergessen.

Und was las ich da gestern? Es ging um ein Gesprach mit einem Exil-Schriftsteller. Zweifellos gäbe es, sagte er, einige Bücher von Belang, vielleicht gar eine handvoll Talente. Das habe ihn nicht überrascht sonder erfreut. Nicht erfreut, sondern überrascht habe ihn der etwas anderes: Und wir haben gerade im Bildungssystem diese Ausmerzung bis heute beibehalten. So wie einst Autoren wie Feuchtwanger, Heinrich Mann, Bruno Frank, Erich Kästner und viele andere politisch geächtet wurden, so sind es heute andere die verfemt sind.

Wobei, selbst ein Moralist wie Kästner wäre heute tabu. Die Zeiten sind andere, doch in einigen Punkten gleichen sie sich. Nun werden sie zwar nicht verbrannt, doch verschwinden sollen sie.

Der Diskurs, den sie Auslösen sollten oder könnten wird gescheut. Nur noch wohlwollende Kunst die niemanden wehtut ist erwünscht. Ich hatte es noch nie mit Bestseller-Listen. Nur — kränkt die Schornsteinfeger nicht! Kränkt die Jäger und die Briefträger nicht! Und kränkt die Neger, Schwäger, Krankenpfleger und Totschläger nicht! Bist du wirklich so dumm?

Ja, dann… Es lastet auf dieser Zeit. Hast du einen schwachen Magen? Kannst du keine Wahrheit ertragen? Bist du also nur ein Griesbreifresser? In diesem Sinne freue ich mich auf weitere unangepasste, magenunfreundliche und innungsaufschreiwürdige Schriften von Ihnen.

Von Amado bis Wagenbach Japan dürfte weltweit das einzige Land sein in dem nur extreme Ausnahme- Menschen in der Lage sind ein Buch in einer Fremdsprache zu lesen.

Hinweise auf Bücher entnehme ich wenn überhaupt aus The New Yorker, muss dann aber widerstrebend bei Amazon als Kunde tätig werden. Ich bin also auf das Angebot auf torrent Seiten zurückgreifen, wo man erfreulicherweise und völlig unerwartet wahre Goldstücke finden kann.

Dort habe ich auch die Bücher über Donna Flor und Gabriela gefunden, halte Sie diese beiden einzigen die ich von ihm kenne, für zu den Besseren von Amado gehörenden? Was sie beschrieben ist mMn Teil des sich beschleunigenden qualitativen Niedergangs der Kultur des Westens allgemein.

Und nicht nur der Kultur, auch der Demokratie und der Wirtschaft… Der seit einiger Zeit drohende Nachfolger der Finanzkrise von wird einen bis dato ungekannten enormen Abstieg auslösen, und so sieht es halt auch in Buchläden so aus, wie in den Cafes am Kuhdamm in der 20ern. Weder damals noch heute war der Ausblick auf die Zukunft noch recht erfreulich, nur damals hatte man noch genug Stil um den Rest seiner Freiheit mit Feiern zuzubringen, während alles was man heute hat politische Korrektheit ist, und, allein das Wort macht mich schaudern: Wer genauer hinschaut sieht kulturlosen Zustand aus dem mein Japan ja niemals herausgetreten ist, und mit dem verglichen man sehen kann, wie grossartig es ist, wenn ein Land nach einem verlorenen Krieg die Realität der Niederlage akzeptiert, und einen Neuanfang auf dieser Basis angeht, der 70 Jahre lang gedeihen konnte.

Alles was in Japan an Kultur geschaffen hat ist Jahrhunderte oder noch älter, man begnügt sich mit dem Glauben die Schönheit des Fuji oder Kirschblüte sei eine ureigene Leistung des japanischen Volkes. Viel Glück beim Suchen…. Er kam etwas spät zum letzten Beitrag, könnte also Ihrer Aufmerksamkeit entgangen sein. Es geht darum, wie Durchschnittsjapaner hausen.

Es würde mich interessieren, wie Sie das sehen bzw erleben. Nicht verschenken oder verkaufen sondern zerstören wenn es kaputt ist, kann ich es mir kaum anders überlegen und in die Altpapiertonne damit. Nach einigen Büchern ging es dann schon recht schnell. Mein Entscheidungskriterium war sehr einfach: Wieviel Schund und Unnützes man über die Zeit ansammelt: Dasselbe Spiel dann mit fünf Euro.

Eine weitere halbe Tonne. Es mag kulturlos klingen, aber ich schulde schlechten Autoren bzw. Ein Teil von mir Dahlemer: Wer einmal vor einem immer näherrückenden Umzug in eine kleinere Wohnung unter Zeitnot anteilsvoll durchlebte Bücher im Müllcontainer hat verschwinden sehen, kann sich vielleicht an das Gefühl der schleichenden Selbstentleibung erinnern.

Auch teils lang zurückliegende Leseerlebnisse gehören zur Identität. Familienfotoalben tritt man auch nicht achtlos in die Tonne. Habe ich hinter mir. Aber ich habe in diesen früheren Zeiten dadurch einen für mich feinen Autoren entdeckt, Anthony Price, der geschichtliche Ereignisse in einen Spionageroman verwob. Für mich wars Spannung, Unterhaltung und Bildung gleichzeitig.

Und ja, Museumsbesuche in den jüngeren Jahren gabs bei mir auch nicht ohne Erwerb des einen oder anderen Kataloges, da sollte ich auch mal wieder ein wenig drin stöbern. Schön waren die Zeiten, als das möglich war. Und nur nebenbei, ein einziges mal habe ich die Schule für einen Tag geschwänzt, da fuhr ich mit einigen Wenigen aus meiner Klasse in eine August Macke Ausstellung nach Münster.

Solche Schulschwänzer gabs auch. Grad hab ich doch noch ein wenig gestöbert und ein Buch aus der Serie Piper gefunden, eines von mehreren Büchern, da gabs auch Feines.

Noch etwas — Sie schreiben nun zum zweiten mal, solange es das Buch Mohrenwäsche von Sharpe noch gäbe, sollte man es erwerben. Ich habs ja nunmal, mir stellt sich also eher die Frage, wem sollte ich es dereinst vererben. Vielleicht kann mir die verehrte Forenschaft oder der Hausherr feine Kriterien oder sonst etwas ans Herz legen: Mohrenwäsche Vererben Sie es Ihren Kindern, so vorhanden.

Und verleihen Sie es niemals! Heutzutage mit Sicherheit auf den Index. Oder schwere Demonstrationen vor dem zuständigen Verlagshaus. Ich sichere momentan noch frei zugängliche Bildungsfilme für meinen Nachwuchs: Dazu fällt mir noch Arthur C.

Clarke ein, der meiner Erinnerung nach viel über z. Habe ich letztes Jahr beschafft. Und wenn es irgendwie geht, im Original! Insgesamt ist es ja eine etwas komplexe Entstehungsgeschichte der Kinofilm zum Fernsehfilm zum Roman zum Hörspiel, zuzüglich Nebenlinien wie Computerspiel und Musical.

Anthony Price ist mir noch in bester Erinnerung,. Und wenn Ihr fertig habt: Werter Sylter, Sie gehen auch zum Lachen in den Keller? Warum sollte jemand an den Steinwaldi Zeit und Geld verschwenden? Der Mann soll auf der Schleimspur erzwungenen Betroffenheitskitsches ausgebremst werden. Frau identifiziert sich ja qua Penisneid gern mit den Minderheiten und Entrechteten dieser Erde, es sei denn es erscheint irgendein oft nur vermeintlicher Platzhirsch auf der Bühne, der sie mit seinem Popanzgehabe und null Substanz beeindruckt.

Als Lehrer habe ich es oft erlebt: Dass der ganze Sozialengagement-Stus, wie er an den Schulen zelebriert wird nicht nur abgegriffen und todlangweilig, sondern mittlerweile zu einer üblen Kitsch- und Schundware verkommen ist wird dabei geflissentlich übersehen.

Der unsterblich gewordene Shakespeare hat seine Dramen nicht geschrieben um die Leute zu langweilen, sondern um sie auch zwecks Geldverdienens in seine Theater zu locken. Prodesse et delectare-so der Anspruch erst der Antike und dann der Aufklärung: Kompliment [und das gilt natürlich auch für die Damen!

Ein anderer Unsterblicher, Ernest Hemingway, hat für sich selbst den Anspruch formuliert, er wolle vom einfachen Volk gelesen und gleichzeitig von der Kritik gefeiert werden. Man sieht, sowohl Shakespeare als auch Hemingway waren überzeugte Populisten. Und sowas geht im zeitgenössischen Bildungsbetrieb natürlich gar nicht. Nein, da muss alles dröge, leblos, blutleer sein.

Als ich Lehrer war, hatte ich in einem meiner Englischkurse in dem ich gerade Macbeth in der Filmversion behandelte einmal Schüler aus dem Leistungskurs eines Kollegen zu Gast. Zwar konnte man noch froh sein, dass überhaupt mal ein Stück von Shakespeare behandelt worden war und nicht der übliche, mittlerweile todlangweilige Feministinnen- und Multikultikitsch.

Der American Dream, ein eigentlich hochinteressantes Thema, wozu es eine Fülle von Material gibt wurde immer reduziert auf 3 Aspekte: Alles nur noch politisch korrekt auf Linie getrimmt. Nein, der Burner ist das alles nicht. Bonjour Tristesse kann man da nur sagen. Dummerweise ist die Kunst der Parodie mehr bei alten respektlosen Grün-Versifften anzutreffen, die ihren Schiller noch kennen.

Bitte sehr, für alle blaunen Literaturkenner:. Halb zwischen Trug und Wahn, es bebet voll Schauder jede Brust, erlebet, wie man huldigt der furchtbarn Macht, die schürend Vergangnes entfacht, Die unerforschlich, unergründet den Ungeiststrängen das Knäuel flicht, den tumben Herzen sich verkündet und strebet dreist zum Sonnenlicht. Schon hört man von den Pflastersteinen auf einmal eine Stimme greinen: Es gibt noch einen, der uns liebt! Nicht der Vernunft, der alten Vettel Schmu!

Nur wer des Stammes rechtes Wort gesprochen, sei bei uns, so wie es früher war. Nun sitzt der Demos offen zu Gerichte, die Szene wird zum Tribunal. Das beste in Ihrem zusammengestoppelten Gedicht eine Mischung aus Reim-Anachronismen und abgedroschenen Politphrasen ist die letzte Zeile. Wo das wie Sie sagen linksgrün-versiffte lyrische Ich selbst zugibt: Verschwenden Sie Ihr Talent nicht hier Ausgerechnet von Ihrer Seite? Sonst gehören vor allem Sie doch zu denen, die mir eher ans Bein treten.

Wenn es als Ironie erkennbar sein soll, dann fehlen noch ein paar Informationen. Aber so oder so, auch mal für andere: Ideen habe ich jede Menge. Das Gute an der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation hoffe, der DON bringt das jetzt, aber es ist juristisch unbedenklich weil ich ja keine Namen nenne ist: Im Moment schreibe ich gerade ein Buch über Schule. Mehr so aus Gründen der inneren Hygiene, um Dinge zu verarbeiten. Ich wollte eigentlich schon längst fertig sein, habe aber mangels vorheriger Erfahrung den Aufwand etwas unterschätzt.

Wenn ich ein sauberes Manuskript fertig habe werde ich gern versuchen einen Verleger zu finden. Aber ich muss Sie und andere warnen: Zusatz sufferah Trotz Ihrer Ironie, soll ich Ihnen mal was sagen? Bei all dem Schund, der heute unterwegs ist glaube ich bei aller Bescheidenheit: Denn fast alles was ich gern schreiben möchte hätte eben diese Frauenzentriertheit Grund für viele Fehlentwicklungen in unserer Gesellschaft mit zum Gegenstand.

Aber auch wenn es Sie ärgern sollte und auch ansonsten pfeife ich auf das was Sie und ähnlich Gestrickte denken , für mein geplantes Buch über die Schule da kenn ich mich nämlich aus werde ich trotz allem versuchen einen Verleger zu finden. Meine Geduld ist auch nicht unbegrenzt. Ausnahmen wie der angesprochene Buchladen in Bad Tölz sind genau das — Ausnahmen. Die Büchermärkte von Rotary und Lions. Andererseits findet man wunderbar vielfältiges gebundenes Bildungsgut, und das zu einem Spottpreis.

Allein Bildbände kosten neu ja mittlerweile ein kleines Vermögen. Auch kann man Überraschungen erleben: Frau schreibt Erotik Nun, nicht alle Frauen sind so verklemmt.

Für Populationen lassen sich durch die Überlebens- beziehungsweise Mortalitätsraten Aussagen über das Altern treffen. Auch das chronologische Alter eines Organismus kann nur begrenzt Informationen liefern. Biomarker des Alterns sind Merkmale, die eine bessere Vorhersage der tatsächlichen Funktionsfähigkeit des Organismus in einem höheren Alter erlauben und dabei zuverlässiger als das chronologische Alter sind. Validierte Biomarker des Alterns ermöglichen eine Prüfung, ob bestimmte Eingriffe der Verlängerung der Lebensdauer dienlich sind, indem Veränderungen in den Biomarkern beobachtet werden, die auf ein niedriges biologisches Alter hinweisen.

Die Messung der Biomarker sollte den Organismus dabei möglichst wenig negativ beeinflussen, reproduzierbar sein und die Ergebnisse für eine kurze Zeitspanne müssen direkt im Verhältnis zur gesamten Lebenszeit des Organismus stehen. Die Fragestellung ist, wie kann das biologische Alter gemessen, beziehungsweise das Fortschreiten Progression des Alterns, eines Individuums bestimmt werden?

In den einzelnen Dimensionen kann das Altern sehr unterschiedlich ablaufen. So kann beim Altern des Menschen beispielsweise einerseits die Gedächtnisleistung ab-, das Erfahrungswissen aber zeitgleich zunehmen.

Körperliche Beeinträchtigungen können durch psychische Anpassungen so kompensiert werden, dass das Wohlbefinden subjektiv stabil bleibt. Eine der Bestrebungen der Gerontologie ist es, die altersbedingten Funktionsverluste standardisiert messen zu können. Ein häufig verwendeter Biomarker ist die Lungenfunktion. Mit zunehmendem Alter nimmt die Atemkapazität und die Ausblasgeschwindigkeit ab. Der Nutzen dieser Verfahren, und allgemein der Biomarker für das Altern, ist umstritten.

Einige Autoren bezweifeln den Sinn, da die Natur des Alterns noch weitgehend unklar ist. Zudem laufen viele Vorgänge des Alterns in einem Individuum unabhängig voneinander ab. Beispielsweise gibt es keinen Bezug zwischen dem Ergrauen der Haare und einer altersassoziierten Schwerhörigkeit. Die Alternsrate ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Einige der Biomarker sind rein krankheitsassoziiert und eine Korrelation zum Altern selbst ist fragwürdig.

Eine vorzeitige Mortalität durch bestimmte Krankheiten lässt sich zwar prognostizieren, Langlebigkeit jedoch nicht. Bei im Labor gehaltenen Modellorganismen fehlt bisher ein zuverlässiger Biomarker, mit dem die individuelle Lebenserwartung vorhergesagt werden kann. Altern ist ein physiologischer Vorgang und keine Krankheit.

Altern ist nicht zwangsläufig mit Krankheiten verbunden. Das Alter ist aber ein bedeutsamer Risikofaktor für die Gesundheit. Die mit dem Altern einhergehende verringerte Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit des Organismus führt zu einer erhöhten Störungsanfälligkeit. Chronische Erkrankungen nehmen zu, treten häufig gemeinsam auf Multimorbidität und erhöhen die Sterblichkeit. Altern ist derzeit zumeist keine primäre Todesursache: Durch das Altern bedingte zelluläre und daraus folgende organische Veränderungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an einer Alterskrankheit oder an einer in jungen Jahren eher unkritischen Krankheit zu sterben.

Physiologisch betrachtet ist das Altern durch einen langsamen und progressiven Verlust verschiedener Körperfunktionen gekennzeichnet, von dem alle Organsysteme betroffen sind. Als wichtigste neurologische Veränderung ist eine nachlassende Gedächtnisfunktion feststellbar.

Das Hormonsystem produziert weniger Hormone. Der Verdauungstrakt reduziert die Sekretion von Verdauungsenzymen und die Verwertung von Nährstoffen lässt — wie auch die Peristaltik des Darmes — nach. Die nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die wichtigsten altersbedingten Veränderungen. Die Ursache hierfür sind im Wesentlichen verbesserte Hygienebedingungen , Reduzierung der Sterblichkeitsrate von Neugeborenen und effektivere Therapien und Prophylaxen einer Vielzahl von akuten Krankheiten.

Der Gerontologe Leonard Hayflick geht davon aus, dass dieser Wert in den letzten Als programmiertes Altern bezeichnet man die genetisch gesteuerte Biomorphose auch Ontogenese und Differenzierung. Für diese beiden Vorgänge ist die genetische Steuerung unstrittig. Weitgehender Konsens herrscht darüber, dass innerhalb einer Spezies das Altern und die Lebenserwartung von bestimmten Genen beeinflusst wird.

Lebensjahr die Sterbewahrscheinlichkeit Mortalitätsrate exponentiell an. Für noch ältere Altersgruppen flacht sie wieder ab. Der Anstieg der Sterblichkeit verlangsamt sich engl. Der Einfluss der Erbanlagen auf die Langlebigkeit ist beim Menschen und einer Vielzahl von Modellorganismen eindeutig belegt. Entsprechend erreichen Kinder mit hochbetagten Eltern durchschnittlich ein höheres Lebensalter als Menschen, deren Eltern früher gestorben sind.

Ein solches nachteiliges Gen wäre nach einer Mutation , die es funktionslos machen würde, durch die Evolution längst ausselektiert worden — wenn es nicht für die gesamte Spezies einen Vorteil bietet. Es gibt zumindest beim Menschen keine Gene für das Altern.

Das Altern wird durch ein kontinuierliches Ansammeln von somatischen Schäden hervorgerufen, die eine Folge einer begrenzten Investition des Körpers in seine Wartung und Reparatur sind. Reparaturmechanismen, wie beispielsweise DNA-Reparatur und die Bekämpfung von oxidativem Stress , werden von Genen kontrolliert, die dadurch Einfluss auf die Langlebigkeit und das Altern des Organismus haben.

Es gibt möglicherweise auch Anpassungen an die Folgen des Alterns: In natürlichen Lebensräumen ist die Sterblichkeit von Organismen — mit Ausnahme des Menschen — vor allem auf externe Ursachen Katastrophentod zurückzuführen.

Altern ist eine Begleiterscheinung, die in freier Wildbahn kaum auftritt, da die meisten Organismen schon vorher sterben. Das Altern ist weniger auf deterministische zukünftige Ereignisse sind durch Vorbedingungen festgelegt als auf stochastische Prozesse zeitlich geordnete, zufällige Vorgänge zurückzuführen.

Bei einigen semelparen Organismen gibt es eine Form von programmiertem Tod Fortpflanzungstod. Am bekanntesten ist dabei der Lebenszyklus der Pazifischen Lachse Oncorhynchus , die während ihrer Laichwanderung kaum noch oder gar keine Nahrung aufnehmen. Der Körper unterliegt erheblichen hormonellen Veränderungen und die Tiere verenden kurz nach ihrer Fortpflanzung in den Laichgewässern.

Ähnliche Verhaltensweisen sind von Kraken Octopoda bekannt. Es kontrolliert die Lebensspanne eines Individuums — von der Fliege bis hin zum Menschen.

Das Phänomen Altern hat einen genetischen Hintergrund. Beide Arten haben in ihrer Stammesgeschichte einen gemeinsamen Vorfahren. Im Labor lässt sich in Modellorganismen — wie beispielsweise C.

In der freien Natur können spontane Mutationen Gene betreffen, die einen unmittelbaren Einfluss auf das Altern haben. Dies kann sowohl beim Menschen als auch bei anderen Organismen beobachtet werden. Ursache dieser Erkrankungen sind spontane Punktmutationen. Einige der typischen alterassoziierten Erbkrankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall sind bei Kindern mit Progerie besonders häufig und die Haupttodesursache.

Dagegen ist das Risiko, an Krebs oder Morbus Alzheimer zu erkranken, nicht erhöht. Progerie ist deshalb keine Erkrankung, die einem beschleunigten Altern unmittelbar entspricht. Aufgrund dieser Unterschiede zwischen Progerie und normalem Altern gibt es eine kontroverse Diskussion, ob Progerie wirklich eine Form des beschleunigten Alterns ist.

Auf molekularbiologischer Ebene wurden inzwischen genügend Daten erhalten, die die Hypothese des beschleunigten Alterns zumindest für das Hutchinson-Gilford-Syndrom bestätigen. So wurden beispielsweise Parallelen bei der Instabilität des Genoms und des Telomer -Abbaus gefunden. Eine besondere Form der Progerie stellt die Dyskeratosis congenita dar. Bei dieser sehr seltenen Erbkrankheit ist das Enzym Telomerase infolge einer Mutation direkt oder indirekt in seiner Funktion betroffen.

Durch die eingeschränkte Aktivität der Telomerase werden die Telomere an den Enden der Chromosomen der betroffenen Patienten schneller abgebaut. Die Patienten altern unter anderem schneller als normal, haben fragile Knochen, unterentwickelte Hoden und zeigen eine Prädisposition für Krebserkrankungen.

Diese Tiere weisen bedingt durch eine spontane Genmutation ein Defizit an Wachstumshormonen auf. Sirtuin-1 wiederum hemmt mTOR mammalian Target of Rapamycin und kann durch bestimmte Substanzen, wie beispielsweise Resveratrol , aktiviert werden.

In den beiden für die Biogerontologie wichtigen Modellorganismen Caenorhabditis elegans Fadenwurm und Drosophila melanogaster Taufliege konnten mehrere Gene identifiziert werden, die — wenn sie deaktiviert sind — die maximale Lebenserwartung dieser Tiere deutlich erhöhen können.

Solche Gene werden als Gerontogene bezeichnet. Zur Klärung der Frage, warum alle höheren Organismen altern, gibt es bis zum heutigen Tag keine allgemein wissenschaftlich akzeptierte Antwort. Williams formulierte dies mit den Worten:.

Als Folge davon gab es bereits etwa verschiedene Theorien zum Altern, [25] [] aber keine davon ist in der Lage, das Altern alleine zu erklären. Die Geschwindigkeit des Alterns bestimmt die maximale Lebenserwartung eines Individuums. Dabei gibt es innerhalb einer Spezies leichte und zwischen einzelnen Spezies erhebliche Unterschiede.

Der Aufbau der Körperzellen, den elementaren Bausteinen beider Spezies, ist weitgehend gleich. Auch bei den aus den Zellen aufgebauten Organen und Geweben bestehen funktionell gesehen kaum Unterschiede. Die entscheidenden Unterschiede liegen im Genom, auch wenn dies in seiner Gesamtheit eine sehr hohe Ähnlichkeit aufweist.

Die maximale Lebensspanne wird durch eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Gene bestimmt. Diese Gene werden offensichtlich nicht selektiert und sie beeinflussen den Prozess des Alterns nicht unmittelbar. Diese Ressourcen sind limitiert und müssen zwischen Selbsterhaltung, Wachstum und Reproduktion aufgeteilt werden. Zudem gibt es noch pleiotrope Gene, die in jungen Jahren vorteilhaft für den Organismus sind, sich aber mit zunehmendem Alter nachteilig auswirken.

Die naturwissenschaftlich fundierten Alternstheorien werden in der Wissenschaftsgemeinde sehr kontrovers diskutiert. Einen allgemeinen Konsens gibt es bisher nicht. Die Meinungen der verschiedenen Lager gehen zum Teil sehr weit auseinander. Diese Meinung wird von der Mehrzahl der Gerontologen nicht geteilt. Auf der anderen Seite der Extreme finden sich Gerontologen, die das Altern auf einfache Schadenstheorien, wie Telomerabbau, oxidative Schäden durch freie Radikale oder mitochondriales Altern, reduzieren.

Zu den populärsten und in der Bevölkerung am weitesten verbreiteten Theorien des Alterns gehören die Schadenstheorien. Nach ihnen ist das Altern ein Vorgang, der durch die Summe von Schäden, die durch zerstörerische Prozesse, wie Oxidation, Abnutzung oder die Akkumulation von schädlichen Nebenprodukten des Stoffwechsels, hervorgerufen wird.

Sie dient auch als Erklärungsmodell für die Entstehung von Krankheiten wie beispielsweise Krebs, Arteriosklerose, Diabetes mellitus und Alzheimer.

Antioxidantien , die im Labor als Radikalfänger in der Lage sind, freie Radikale abzufangen, wurden als potenzielle Wirkstoffe gegen das Altern und alternsbedingte Erkrankungen gesehen. Diese Euphorie hat sich inzwischen — zumindest in der Gerontologie — gelegt. Für die Theorie der freien Radikale gibt es eine Reihe von experimentellen Ergebnissen, die sie unterstützen.

So wurden in den Zellen der vergleichsweise langlebigen Nacktmulle hohe Werte oxidativer Schäden festgestellt. Anti-Aging-Produkte, die sich auf den antioxidativen Effekt berufen, haben beim Menschen vermutlich gar keine Wirkung. Antioxidantien verhindern dagegen die Mitohormesis.

Die Akkumulation der Fehler führt in letzter Konsequenz zum Zelltod. Für die Fehler-Katastrophen-Theorie gibt es bisher keine experimentellen Beweise; eine Reihe von Versuchsergebnissen spricht gegen die Theorie. Als beschreibende Theorien bieten die Schadenstheorien zwar einen Erklärungsansatz für die Prozesse beim Altern, aber keine Antwort darauf, warum Organismen altern. Zudem ist der Vergleich mit der Alterung eines toten Gegenstandes im Ansatz falsch: Organismen stellen dynamische Systeme mit einem ständigen Stoffaustausch dar; []: Beispielsweise finden pro Tag im Genom jeder einzelnen menschlichen Körperzelle mehr als Einzelstrangbrüche, Basenverluste, Desaminierungen und 10 Doppelstrangbrüche statt, die durch entsprechende Mechanismen weitgehend repariert werden.

Die Hypothese wurde von Calvin Harley [] aufgestellt. Vom Zeitpunkt der Geburt aus gerechnet verkürzen sich die Telomere an den Chromosomenenden etwa parallel zum Alter: Je mehr Zellteilungen eine Zelle durchlaufen hat, umso kürzer sind die Telomere. Umwelteinflüsse können die Telomerlänge jedoch ebenfalls verkürzen. Der Zeitpunkt, zu dem eine Zelle dieses Stadium erreicht, ist zum einen vom Zelltyp und zum anderen von der Spezies abhängig.

Die Verkürzung der Telomere ist in einer Vielzahl von mitotisch aktiven Geweben zu beobachten. Dazu gehören vor allem die Haut fibroblasten , [] die peripheren Blutzellen, [] [] die Epithelien des Magen-Darm-Traktes [] Zellen der Nebenniere [] im Nierenkortex , [] der Leber [] und der Milz.

So beispielsweise im Endothel bei Atherosklerose [] und in den Hepatozyten bei chronischen Lebererkrankungen.

Das Proliferationspotenzial Zellteilungsvermögen ist bei langlebigen Organismen höher. Dolly wurde aus einer somatischen Zelle eines fünf Jahre alten Schafes geklont. Bei dem Spender-Schaf waren die Telomere in der entnommenen Zelle durch eine Vielzahl von Teilungen bereits erheblich verkürzt. Dolly verstarb deutlich vor dem Erreichen der mittleren Lebenserwartung eines Schafes und zeigte einen früh einsetzenden und schnellen Prozess des Alterns. Bei Patienten, die am Werner-Syndrom , einer seltenen Erbkrankheit mit beschleunigtem Altern, erkrankt sind, können sich die Zellen im Durchschnitt nur etwa zwanzigmal teilen und werden danach seneszent.

Im Modellorganismus Caenorhabditis elegans hat die Telomerlänge dagegen keinen Einfluss auf das Altern. Die langlebigen daf-2 - und die kurzlebigen daf -Mutanten können kurze oder lange Telomere haben, beides ändert die Lebensspanne der Tiere nicht. Die molekularen Ursachen des Alterns wurden nicht erkannt beziehungsweise verstanden.

Nachdem es gelang, Säugetierzellen in vitro zu kultivieren, wurde es möglich, die molekularen Veränderungen zu analysieren und zu verstehen. Diesen Vorgang nennt man zelluläre oder replikative Seneszenz. Die Zellen funktionieren normal weiter, replizieren sich aber nicht mehr. Die seneszenten Zellen sind dann auch gegen den programmierten Zelltod, die Apoptose , resistent.

Bei Tieren mit kurzer Lebensspanne können sich die Zellen weniger oft teilen als bei Tieren mit einer höheren Lebensspanne. Nicht alle Zellen des Körpers werden seneszent. Wäre dies der Fall, so gäbe es beispielsweise keine Wundheilung. Ein Teil der Zellen wird deshalb nicht seneszent: Aus diesen undifferenzierten Vorläuferzellen können sich differenzierte Zellen bilden. Der Anteil an Stammzellen ist während der embryonalen Phase sehr hoch und nimmt mit zunehmendem Alter kontinuierlich ab.

Während des gesamten Lebens sind sie jedoch vorhanden, um beispielsweise Zellen der Haut, der Darmschleimhaut und des Immunsystems zu ersetzen beziehungsweise zu bilden. Diese Schäden können beispielsweise durch reaktive Sauerstoffspezies freie Radikale entstehen, die zudem auch Lipide Lipidperoxidation und Proteine Proteinoxidation innerhalb der Zellen angreifen können. Die dabei entstehenden Reaktionsprodukte, wie beispielsweise das Alterspigment Lipofuszin, können oft nur unzureichend abgebaut werden und sammeln sich in der Zelle an.

Defekte in den beiden Tumorsuppressorgenen TP53 und RB1 , die für p53 beziehungsweise pRB kodieren , können das Seneszenzprogramm und den programmierten Zelltod ausschalten und zu Krebs führen.

Folglich sind Zellen, die sowohl das Seneszenzprogramm als auch die Apoptose umgehen können, Krebszellen. Mäuse, bei denen gezielt die Expression von p53 herunterreguliert wird Gen-Knockdown , entwickeln dementsprechend sehr leicht spontane Tumoren. Allerdings ist dies mit dem Effekt verbunden, dass die Lebenserwartung der Tiere durch frühzeitige Alterserscheinungen, wie beispielsweise Osteoporose und universelle Atrophie der Organe, erheblich verkürzt wird. Sowohl ein Überschuss als auch ein Mangel an p53 sind für den Organismus von Nachteil.

Aus Sicht der Evolution ist die langfristige Fortpflanzung des Gesamtorganismus wichtiger als die perfekte Reparatur einer einzelnen Zelle. Zelluläre Seneszenz und Apoptose sind die Werkzeuge, um bösartige Veränderungen in Zellen zu unterdrücken. Auf der anderen Seite sind beide Vorgänge zwangsläufig mit Altern verbunden. Altern ist offensichtlich ein antagonistischer pleiotroper Prozess, um Entartungen von Zellen zu unterdrücken.

Offensichtlich werden während des Alterns signifikante Mengen an Muskelfaserzellen Myozyten des Herzmuskels und der Skelettmuskulatur durch Apoptoseprozesse abgebaut.

Die Ursache hierfür sind möglicherweise mitochondriale Schäden, beispielsweise durch oxidativen Stress. Während des Alterns verändert sich das Membranpotenzial, der Lipidanteil und die Fluidität der Zellen. Die Anzahl der Mitochondrien in den Zellen nimmt ab. Diese zellulären Veränderungen lassen sich bei allen Säugetieren feststellen. Diese Ausschüttung führt zu einer leichten systemischen und chronischen Entzündung. Dieser Vorgang wird mit einer Reihe von altersassoziierten Erkrankungen in Verbindung gebracht und wird auch selbst als eine Ursache für das Altern gesehen.

Aus evolutionärer Sicht ist das Überleben eines Organismus zumindest bis zum Ende seiner reproduktiven Phase wichtig. Die nachteiligen Auswirkungen des Entzündungsalterns traten somit nur sehr selten in Erscheinung.

Eine Selektion gegen dieses die Lebensspanne verkürzende und erst nach der Reproduktionsphase auftretende Entzündungsaltern wäre somit nicht möglich. Im Gegensatz zu proximaten Theorien , wie beispielsweise den Schadenstheorien, die Erklärungsmodelle darüber liefern, wie ein Organismus altert, versuchen die auf der Theorie der Evolution basierenden Theorien des Alterns die Frage nach dem warum zu beantworten ultimate Theorien.

Die ersten Lebewesen, die auf der Erde entstanden, alterten nicht. Diese Theorien können eine Reihe von Phänomenen, die im Zusammenhang mit dem Altern stehen, erklären. Auch in verschiedenen Modellorganismen konnten Übereinstimmungen zwischen Theorie und Experiment erhalten werden.

Es gibt derzeit noch keine allgemeine evolutionsbiologische Erklärung für das Altern. Ein Merkmal, das die Lebensdauer begrenzt und zudem die Phase der Fruchtbarkeit limitiert, hat negative Auswirkungen auf die Darwin-Fitness. Selbst Darwin war sich dieses Problems bewusst und nahm an, dass die begrenzte Lebensdauer der höheren Organismen einen Nutzen haben müsse, der den Nachteil des Alterns und des damit verbundenen Sterbens mehr als nur kompensiert. Was dabei der Nutzen ist, konnte Darwin nicht beantworten.

Die ersten evolutionären Theorien des Alterns wurden unmittelbar nach der Evolutionstheorie im Gerade Letzteres würde zu älteren Organismen führen, die weniger fit als die jüngeren wären. Die Älteren würden dann den Jüngeren Ressourcen vorenthalten, die besser in die Jüngeren investiert würden. Weismann konnte jedoch keinen darwinistischen Mechanismus für seine These finden. Zudem stellte seine Annahme, dass Organismen keine vollständige Heilung zeigen können, einen Zirkelschluss dar.

Aus diesen Gründen gab Weismann einige Jahre später seine Hypothese wieder auf. Seit Beginn des Jahrhunderts erlebt die Theorie eines programmierten Alterns eine Renaissance.

Als ein Paradebeispiel dient den Verfechtern des programmed ageing dabei der Pazifische Lachs. Einige basieren auf der Gruppenselektion und Verwandtenselektion , andere auf der Evolvierbarkeit. Diese anpassungsabhängigen Theorien engl. Mit zunehmendem Alter nimmt die natürliche Selektion ab. In freier Wildbahn erreichen durch eine Vielzahl von Faktoren die wenigsten Individuen überhaupt den Bereich des Alterns.

Beispielsweise sterben neun von zehn Hausmäusen vor dem zehnten Lebensmonat, während die gleiche Art in Gefangenschaft ein durchschnittliches Alter von 24 Monaten erreicht. Das Rotkehlchen Erithacus rubecula hat eine durchschnittliche Mortalitätsrate von 0,6 pro Jahr.

Aus Markierungen und Beobachtungen in der freien Wildbahn konnte man errechnen, dass nur eines von Dabei ist noch weitgehend unklar, in welchem Bereich die maximale Lebenserwartung eines Rotkehlchens wirklich liegt. Andere Vögel erreichen mehr als den doppelten Wert, ohne Anzeichen von Seneszenz. Schimpansen Pan troglodytes werden in Gefangenschaft durchschnittlich 23 Männchen und 30 Weibchen Jahre alt.

Generell erreichen bei allen Arten in freier Wildbahn nur sehr wenige Individuen ein Alter, um einen ausreichenden Selektionsdruck gegen das Altern aufzubauen. Der Evolutionstheorie zufolge sollten Arten mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit eines Katastrophentodes, beispielsweise weil sie kaum Fressfeinde haben, länger leben.

Diese Arten hätten genug Zeit zur Entwicklung von Schutzmechanismen zur Aufrechterhaltung der Homöostase, beispielsweise durch den Aufbau antioxidativer Schutzmechanismen in den Zellen oder durch eine bessere Regulation der Expression von Onkogenen.

Gleiches gilt beispielsweise für Fledertiere , Schildkröten und den Menschen. Selbst innerhalb einer Art kann durch den Wegfall von Prädatoren die Evolution in Richtung eines verlangsamten Alterns gelenkt werden. Ein Beispiel hierfür ist das Nordopossum Didelphis virginiana in Virginia. Diese Exemplare altern signifikant langsamer als die Population auf dem Festland.

Der Gedanke des Selektionsschattens wurde zuerst von dem britischen Genetiker J. In seinem erschienenen Buch New paths in genetics betrachtete er die Erbkrankheit Chorea Huntington. Weiter postulierte Haldane, dass die natürliche Selektion in späten Lebensabschnitten, typischerweise nach Abschluss der Reproduktionsphase, nur noch eine schwache Kraft sei.

Ihre genetisch bedingten lebensbedrohlichen Erkrankungen, die erst im Alter zum Ausbruch kamen, konnten keinen Beitrag zur Evolution mittels natürlicher Selektion leisten. Durch den geringeren Selektionsdruck auf alte Organismen bei Populationen, in denen die meisten Individuen sterben, bevor sie in den Bereich der maximalen Lebenserwartung gelangen, würden sich auch kaum Reparaturmechanismen durchsetzen.

Allerdings sei dieser Prozess meist auf die individuelle Entwicklung beschränkt und eine Vererbung solcher Mutationen eher selten. Williams aus den Überlegungen zur Mutations-Akkumulation die Theorie der antagonistischen Pleiotropie. Nach ihr sind antagonistisch pleiotrope Gene für das Altern von Organismen verantwortlich, die sich geschlechtlich fortpflanzen.

Pleiotrop sind Gene, die unter verschiedenen Bedingungen auch verschiedene Erscheinungsbilder verursachen. Antagonistisch entgegengesetzt bedeutet in diesem Zusammenhang, dass einige pleiotrope Gene unter den Bedingungen in einem jungen Organismus für die Fortpflanzung förderliche, aber unter den Bedingungen in demselben, gealterten Organismus schädliche Wirkungen haben — worin diese Theorie den Grund des Alterns sieht.

Da die schädlichen Wirkungen solcher Gene häufiger erst nach der Zeugung von Nachkommen und damit Weitergabe der Gene auftreten, haben sie nur geringe negative Auswirkungen auf den Fortpflanzungserfolg ihrer Träger. Schädliche Mutationen, die erst im Alter ihre Wirkung zeigen, häufen sich nach Williams daher im Genom eines Organismus vermehrt an, wenn diese Mutationen dem Organismus in einem frühen Lebensabschnitt Fortpflanzungs-Vorteile verschaffen.

Hamilton formulierte die Theorie um. Wenn Organismen altern, so sinkt ihr Beitrag zur Fortpflanzung, da ihre Fertilität mit der Zeit abnimmt. Die Selektion führt daher bei älteren Organismen zu höheren Mortalitätsraten. Ohne diese Unterschiede bei der Fruchtbarkeit zwischen jungen und alten Organismen gäbe es von Seiten der Evolution keinen Grund, warum Organismen altern und somit beispielsweise leichter lebensverkürzende Krankheiten bekommen.

Diesen Überlegungen widerspricht jedoch die Beobachtung, dass manche Lebewesen — insbesondere der Mensch — sich auch nach Abschluss ihrer Reproduktionsphase, wenn sie keinen unmittelbaren Beitrag zur Fortpflanzung leisten können, bester Gesundheit erfreuen können.

Dieser Sachverhalt lässt sich dadurch erklären, dass viele Lebewesen nicht nur in die Geburt, sondern auch in die Aufzucht ihres Nachwuchses investieren.

Zusätzlich kommen noch Aspekte der Life-history-Theorie hinzu. Prinzipiell verfügt jeder Organismus über Reparaturmechanismen. Einige Arten, wie beispielsweise der mexikanische Schwanzlurch Axolotl Ambystoma mexicanum , sind in der Lage verlorene Körperteile vollständig wiederherzustellen. Solche Mechanismen sind teilweise vorhanden, aber in ihrer Funktion, insbesondere mit zunehmendem Alter, unzureichend.

Auf den ersten Blick müsste ein solcher Organismus von der Evolution bevorzugt sein. Er ist es aber nicht. Es ist eher genau das Gegenteil der Fall. Jedem Organismus stehen nur begrenzte Ressourcen zu Verfügung. Jede Investition in einen dieser konkurrierenden Prozesse bedeutet eine Verknappung der Ressourcen bei einem der beiden anderen Prozesse trade-off genannt, engl.

Jeder Organismus passt seine Lebenszyklusstrategie an die Menge und Verteilung der verfügbaren Ressourcen in seinem Habitat an. Der Körper das Soma hält den Aufwand für die Selbsterhaltung auf einem Niveau, das gerade hoch genug ist, um für die normale Lebenserwartung in freier Wildbahn in einem guten Zustand zu sein — und die beiden anderen Prozesse nicht zu kurz kommen zu lassen —, aber nicht so hoch, dass er ohne sicheren Tod leben kann.

Eine Reihe von Beobachtungen an verschiedenen Spezies bestätigen die Evolutionstheorien des Alterns, insbesondere die Theorie der Antagonistischen Pleiotropie und die Disposable-Soma-Theorie; so beispielsweise Experimente mit dem Modellorganismus Drosophila melanogaster in den er Jahren. Für in freier Wildbahn lebende Spezies gibt es noch relativ wenige Daten, die eine Überprüfung der Theorien ermöglichen.

Bis waren bei lediglich fünf in freier Wildbahn lebenden Wirbeltierarten die dem Alternsprozess zugrunde liegenden Mechanismen untersucht worden.

Als freilebende Wirbeltiere eignen sich besonders Vögel. Die Überlebenskurven aller Lebewesen in freier Wildbahn zeigen, dass der Katastrophentod — beispielsweise durch Prädatoren, Krankheiten oder sich dramatisch ändernde Lebensbedingungen — der Normalfall ist. Eine Investition in eine potenzielle Unsterblichkeit wäre unter diesen Bedingungen eine Fehlinvestition.

Für das Überleben der Art ist die Investition in eigenes Wachstum — beispielsweise um weniger Prädatoren zu haben — oder in mehr Nachkommen die bessere Anlage von Ressourcen. In diesem kurzen Zeitraum konnten durch natürliche Selektion keine grundlegenden Änderungen in der Lebenszyklusstrategie stattfinden.

Beim Menschen beträgt der Unterschied in der Lebenserwartung zwischen den Geschlechtern — je nach Land — zwischen sechs und acht Jahren. Dieser Umstand wird in nichtwissenschaftlichen Publikationen selten berücksichtigt, so dass oft allein anhand der Sterberate gefolgert wird, dass Männer schneller dem Alterstod erliegen als Frauen.

Wissenschaftliche Aufbereitungen zum Thema jedoch kommen auf unterschiedliche Ergebnisse: Hier werden die meisten Männchen älter als die Weibchen. Die Ursachen für die Geschlechtsunterschiede beim Altern bei den genannten zoologischen Klassen sind offensichtlich von mehreren Faktoren abhängig. Es wurden verschiedene Erklärungsmodelle für dieses noch weitgehend ungeklärte Phänomen aufgestellt. Einige Theorien zur Erklärung des Phänomens basieren auf asymmetrischen Vererbungsmustern.

Die Weibchen sind dagegen homozygot. Sie sind mit zwei identischen Geschlechtschromosomen X und X ausgestattet. Es gibt bisher keine experimentelle Verifikation oder Falsifikation der Hypothese.

Eine andere Hypothese basiert auf einem asymmetrischen Vererbungsmuster der mitochondrialen DNA , die bei den meisten Organismen nur von der Mutter an die Nachkommen vererbt wird. Dieses Genom wird folglich nur bei den Weibchen selektiert und so weiter optimiert.

Es kann daher — so die Hypothese — unter Umständen bei Männchen suboptimale Eigenschaften entfalten, die zu einer erhöhten Mortalität führen. Sie haben unmittelbaren Einfluss auf die Mortalitätsrate und die maximale Lebensspanne, [] was zu dieser Hypothese passt. Allerdings lässt sich nicht erklären, warum bei vielen Vogelarten Männchen länger als Weibchen leben.

Bei der sexuellen Selektion werden Männchen durch Weibchen derselben Art erwählt und erhalten dadurch einen Vorteil gegenüber ihren Geschlechtsgenossen bei der Fortpflanzung. Dies kann auf Kosten anderer Funktionen, wie beispielsweise der Selbsterhaltung des Somas, geschehen.

Pleiotrope Gene, die den Männchen für die Reproduktion Vorteile verschaffen, sich aber im fortgeschrittenen Alter eher negativ auswirken, sind ein anderes evolutionäres Erklärungsmodell. Ein weiteres evolutionäres Erklärungsmodell geht dabei davon aus, dass bei polygynen Arten zwischen den Männchen ein erbitterter Wettbewerb um die Weibchen herrscht.

Dies wirkt sich unmittelbar auf Wachstum und Verhalten der Männchen aus, die mehr Ressourcen in Paarungsstrategien investieren, beispielsweise um einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Männchen zu haben oder um Wettbewerber von ihrem Weibchen fernzuhalten.

Der Selektionsdruck sollte daher bei Männchen höher als bei Weibchen sein, [53] [] [] was sich in höheren Mortalitätsraten über die meiste Zeit ihrer Lebensspanne niederschlägt. Bei dem Vergleich zwischen sechs monogamen mit sechs polygynen Arten konnten überzeugende Indizien für diese Hypothese gefunden werden.

Die physischen und psychischen Aspekte des Alterns verlaufen nicht zwingend synchron. Körperliche degenerative Prozesse können mitunter zeitgleich mit einer Zunahme mentaler Agilität stattfinden. Parallel zu einem möglichen Rückgang der Gedächtnisleistung fluide Intelligenz können davon weitgehend unbeeinflusste klare Reflexionsleistungen kristalline Intelligenz beobachtet werden.

Kognitiv-mentale Fähigkeiten zur Verarbeitung von Informationen sind unweigerlich mit dem Erleben und dem Verhalten des Menschen verbunden. Es wird angenommen, dass die unterschiedlichen kognitiven Fähigkeiten unterschiedlichen Alternsprozessen unterliegen. So haben Untersuchungen gezeigt, dass die kristalline Intelligenz bis ins Alter stabil bleibt oder sich sogar weiterentwickelt, wohingegen bei der fluiden Intelligenz mit zunehmendem Alter ein Abbau zu beobachten ist.

Folgende Veränderungen im mentalen Bereich können auftreten: Die Prozesse sind unterschiedlich fortschreitend und können aktiv verlangsamt werden. Das könnte Sie auch interessieren. Weitere News zu Norman Langen.

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